Schönheit

Du Schönheit von Worten umspielt
tanzt durch meine Träume
mit leisem Lächeln und wehendem Haar.
Manchmal huschst du vorbei,
bleibst ungesehen und ich vergesse,
dass du im Verborgenen Bäume pflanzt,
deren Krone du dir aufsetzt
wie eine Königin der Wälder,
die niemanden so kennt wie dich.

 

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A storm in a teacup

Wenn ich schreibe vom Fliegen,
verliere ich mich in einer Flut
von Worten, die vielleicht zu
unbestimmbaren Orten führen,
an denen die Luft manchmal zu dick,
manchmal zum Zerreißen gespannt dünn ist.
Eigentlich will ich nur dahin, wo es grün ist,
aber das Wollen ist nicht wichtig,
weil Welten ohnehin Kontrolle verlieren
und Seemänner sich an Bord schwingen,
die niemals auf der See gewesen sind,
ein riesiger Aufschrei ergießt sich in das Wasser.
‚Stürmische Zeiten‘ sagt der Nachrichtensprecher.
‚Stürmische Zeiten‘ murmle ich,
während der Tornado in meiner Teetasse
allmählich zum Stillstadt kommt.

Unsere Königsdisziplin

Träume drüber nach, wo ich gestern noch war,
wer wir waren, wild und wunderbar
und wie wir jeden Moment geatmet haben.

Wir brauchten nur uns, uns und das Leben,
tosendes Gelächter und Endorphinentaumel,
nur das, denn mehr mussten wir nicht geben
um einzigartig diesen einen Moment zu leben.

Heute sind wir wieder woanders,
doch dass ihr da wart,
macht mein Leben irgendwie anders,
irgendwie bunter und seifenblasengeschmückt.
Einmal noch durchdrehen,
tanzen wie verrückt,
die Papierkrone aufsetzen,
unsere Königsdisziplin,
um’s Lagerfeuer tanzen,
nochmal mit den Sternen flieh’n,
glasklirrend schräg singen,
uns in den Armen liegend umschlingen,
und mittendrin immer diesen Lachen,
das in unseren Ohren nachklingt.

Bestimmt liegt noch viel Wunderbares vor uns
und egal wohin ihr geht, macht’s gut, macht’s bunt
bis unsere Wegfarben wieder ineinander fließen
und die Welt in einen Regenbogen explodiert
mit dem einen Untertitel: Wir waren hier.

 

Veritas

An manchen Tagen frag ich mich,
bist du vielleicht ein wenig wie ich?
Oder bin ich etwas mehr wie du?
Wir schwimmen gemeinsam,
uns geht’s doch gut,
warum nur reicht das nicht,
wenn alles um uns herum doch Wasser ist?
Mein Atem bricht und zwischen uns steht
ein Eisberg seit Anbeginn der Zeit,
doch weiß ich nicht wie weit,
ich ihn noch schieben kann.
Wahrscheinlich einfach so lang
bis er geschmolzen ist und dann
fängt die Zeit von vorne an.
Ticktack, ich bin du, du bist ich,
Wahrheit, mehr braucht es nicht.

Farbenkarussell

Der Regen fällt in die Nacht
und in den Pfützen glitzern
Lichter, die jeden Dichter
zum Schreiben verführen.

Ich falle in den Regen,
trinke aus den Wolkenreben,
will mit dir alles erleben,
in einem Farbenkarussell.

 

Zeit zu vergessen

Zeit aufzustehen,
rauszugehen und
die Sanduhr umzudrehen.

Zeit zu vergessen,
was unvergesslich war,
zerstörerisch und ungreifbar.

Zeit zu begreifen,
dass das nicht alles ist,
auch wenn du das vergisst.

Manchmal ist Vergessen leicht
für den Moment, manchmal.